Warum wir Videos in RAW drehen?
In der Fotografie ist das RAW-Format schon lange nicht mehr weg zu denken. Beim Film bedeutet dies deutlich mehr Aufwand. Aber es lohnt sich!
Vorteile von RAW im Videobereich:
  • Zukunftssicher:
    RAW Daten sind nichts anderes, als 25 einzelne Fotos pro Sekunde in einem .DNG Format. Daher können bei neuen Codecs (Komprimierungen) auch diese wieder verwendet werden.
  • Dynamik und Farben:
    Der Dynamische Umfang (Blendendstufen) ist grundsätzlich mit RAW besser als mit komprimierten Formaten. Vor allem in den Low- und Highlight Bereichen. Je nach RAW Fileformat (12-Bit oder 16-Bit) sind aber massiv mehr Farben verfügbar als z.B. mit 10-Bit XAVC oder ProRes. Ein 16-Bit RAW speichert 16x mehr Farben ab als ein 12-Bit ProRes 4444.
  • Weissabgleich / Empfindlichkeit / Farbraum
    Weissabgleich, Empfindlichkeit (ISO) und Farbräume werden erst im Debayerprozess (Entwicklung der RAW Bilder) in ein Bild eingerechnet. Das heisst, man hat nach dem Dreh die volle Kontrolle darüber.

Leider gehen mit den Vorteilen auch ein paar Nachteile einher. Dazu gehört z.B. die wesentlich größere Datenmenge, die generiert wird. 20 Minuten Film haben ca. 60GB an Rohdaten! D.h. es wird auch mehr Speicherplatz beim Bearbeiten und späteren Archivieren benötigt. Auch eine entsprechend grosse Rechnerleistung muss vorhanden sein, denn nicht jeder Computer kann diese Raw-Daten in Echtzeit abspielen.

Machen Sie sich hier ein Bild von dem Qualitätsunterschied:

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